camforpro Goal Zero

Beiträge von Sailor21

    Würde das das Ruckeln erklären?

    Ja, auf jeden Fall. Die Aufnahmen haben 29,97 Fps und die Timeline 23,98. Das passt nicht zusammen und führt zu diesem Ruckeln. Welche Schnittsoftware benutzt du?


    Ist es sinnvoll, für ein Projekt stets die gleichen Einstellungen bei verschiedenen Kameras zu verwenden oder spielt das erstmal keine Rolle, wenn die eine mit 24, die andere aber mit 30 Fps aufnimmt? Wichtig dann nur, welche Einstellungen im Schnitt verwendet werden?

    Wenn die Aufnahmen der verschiedenen Kameras verschiedene Frameraten haben, wird es schwierig. Wenn es eben geht, sollte man sich auf eine Framerate (oder ein Vielfaches davon) beschränken, also 29,97 (30) also Basis und dann z.B. noch 60 für Zeitlupen. Ich bevorzuge die 30 / 60 weil es auf den meisten Bildschirmen am flüssigsten läuft. Es gibt auch einige Verfechter der 24 Fps wegen "Kinofeeling" oder 25 / 50 wegen "PAL" - das muss jeder für sich ausprobieren und entscheiden.


    Und natürlich muss dann die Timeline passend dazu eingestellt werden. Wenn man jedoch schon fertiges Material mit unterschiedlichen Framerates vorliegen hat, gibt es verschiedene Ansätze. Man kann die Software wandeln lassen - die eine schafft es besser, die andere schlechter, aber unschön ist es auf jeden Fall. Oder man nimmt die Framerate der "wichtigsten" Kamera und stellt das Material der anderen einfach auf diese Framerate um, mit dem Nachteil, dass das umgestellte Material langsamer oder schneller läuft, als normal. Das ist bei Drohnenaufnahmen meist kein Problem, da dort ja in der Regel keine im Dialog befindliche Menschen gefilmt werden. Und ob die Landschaft nun minimal schneller oder langsamer abläuft, merkt man oft nicht.


    Meine Hauptkamera kann z.B. nur 25 und 50 Fps, was anderes kann man da gar nicht einstellen. Alles andere, z.B. Drohnen und Gopro laufen meist auf 30 oder 60 Fps. Ich nehme dann entweder eine 25 Fps Timeline und stelle die Drohnenaufnahmen von 30 auf 25 Fps runter. Aber meist bevorzuge ich 30 Fps, da es auf fast allen Computermonitoren besser aussieht. Bei modernen TV Geräten ist es nicht so entscheidend, die können meist alles.


    Du musst jetzt also erstmal rausfinden, welches Material welche Framerate besitzt und dann entscheiden, was sinnvoll ist. Bei Fragen kann ich gerne nochmal beraten, wenn du mir die Daten nennst.

    Kann mir jemand sagen, warum mein A71 Samsung bessere Videos und Bilder macht als die GoPro Hero 7 Black in 2.7k und 50fps


    Warum 2,7k ? Die Gopro in ihrer Auflösung zu beschränken, ist halt keine gute Idee. Nimm 4k und wie von "Zauberhand" wird die Qualität besser.

    Bei der 11er weiß ich es nicht genau, aber bei der 10er kann man den Codec in gewissen Konfigurationen einstellen. Im Handbuch gibt es eine Tabelle, bei welchen Einstellungen was geht. Das müsste bei der 11er auch möglich sein.


    Handbrake ist sicher ein gutes Tool für solche Umwandlungen.

    Hast du mal überprüft, ob es sich um H.264 oder H.265 handelt? Müsste man irgendwo in den Metadaten finden. Kann durchaus sein, dass nur das H.265 Material Probleme macht, weil der modernere Codec einfach mehr Rechenleistung braucht.

    Hallo,


    zu deinem iMac kann ich nicht viel sagen, aber wenn das reine Abspielen des Rohmaterials schon Probleme macht, wirst du nicht viel Freude haben, wenn es mal ans Bearbeiten geht. Schließlich will man ja auf Dauer nicht nur die ungeschnittenen Clips sehen, sondern vielleicht auch mal ein paar interessante Szenen zusammen schneiden, den Look anpassen, Zeitlupen, Musik unterlegen usw. Spätestens dann braucht man Leistung.


    Falls du nicht in teure Hardware investieren willst, könnte man vielleicht versuchen, die Clips in leichter zu verarbeitende Formate mit geringerer Bitrate zu wandeln. Aber das kostet halt auch Qualität. Aber es ist deutlich besser einen 4k Clip von H.265 mit 100 MBit/s auf H.264 mit 60 MBit/s wandeln, als gleich nur mit 2,7k oder gar 1080 aufzunehmen.

    Ich denke nicht, dass da absichtlich irgendwas "kastriert" worden ist. Vom Sensor und wahrscheinlich auch von der Firmware ist halt alles auf 5,3k ausgelegt. Ich kann es dir technisch leider nicht genauer erklären. Genauso verhält es sich mit den (virtuellen) Objektiven. Das ist alles nur Show - die Gopro hat nur ein Objektiv, nämlich die Wide - Einstellung. Alles andere wird "berechnet" - mit entsprechenden Verlusten, mit croppen und vielleicht noch anderen Bildverschlimmbesserungen. Deswegen rate ich immer dazu, nur 5,3k und nur Wide zu nehmen, dann ist das Bild brauchbar - gute Lichtverhältnisse vorausgesetzt. Alles andere kann man besser in der Schnittsoftware anpassen.


    Zum Fotografieren: ja, das können gute Handys inzwischen besser. Aber so schlimm finde ich es jetzt nicht. Bei meiner Gopro 5 ist es noch viel schlimmer. Aber es ist halt im wesentlichen eine Filmkamera. Und man sollte es vielleicht nicht unbedingt mit einer x mal teureren DSLR vergleichen.

    5k braucht kein mensch und 4k verwende ich auch nur ...


    Mit anderen Worten, du benutzt im wesentlichen 1080. Da musst du dich nicht wundern. Bei 1080 ist die Gopro 10 grottenschlecht. Die ist eben voll und ganz auf 5,3 k ausgelegt. Nur da hat sie die beste Qualität. Die anderen Modi sind mehr oder weniger nur der Vollständigkeit halber drauf oder wenn man, aus welchen Gründen auch immer, keine gute Qualität benötigt.


    Ich benutze ausschließlich 5,3k und bin mit meiner 10er bestens zufrieden. Versuche es einfach mal mit 5,3k und du wirst es sehen. Am besten im Schnittprogramm auf einer 4k Timeline und du kannst noch verlustfrei 25% (oder so um den Dreh) reinzoomen oder den Bildausschnitt verändern. Und selbst wenn du nicht reinzoomst, hast du mit 5,3k auf einer 4k Timeline quasi ein "Überschuss" an Bildinformationen.


    Die Aussage, dass 5,3k kein Mensch braucht, ist in Sachen Gopro 10 grundlegend falsch - die ist genau darauf ausgelegt. Falls du Sachen auf Youtube hochlädst, wird der Unterschied zu Full HD besonders deutlich, da Youtube diese beiden Formate sehr unterschiedlich behandelt - zu Gunsten von 4k versteht sich.

    wo ich sagen würde dass wir das vom Filmen gut hinbekommen haben

    Das kann man so sagen, sehr schön anzuschauen und sicher besser als Zeitraffer und so.

    Das ganze Material auf 5 Minuten zusammen schneiden, kostet sicherlich etwas Überwindung, aber fürs Zeigen reicht das völlig. Fürs private Album würde ich dann zusätzlich eine Longplay-Version schneiden, Directors Cut quasi.

    Nachdem ich mir das Video nun nochmal auf einem großen Bildschirm angesehen habe, muss ich leider doch eine Sache kritisieren: sobald Bewegungen im Spiel sind, ruckelt das Bild. Ich vermute, dass da mit den Framerates irgendwas nicht so gut passt. Möglicherweise Aufnahmen mit 25 Fps auf einer Timeline mit 24 Fps geschnitten oder so ähnlich. Oder 30 Fps auf einer 25 Fps Timeline. Würde mich mal interessieren, welche Einstellungen bei Aufnahme und Schnitt verwendet wurden.

    Ich kann dir leider nicht sagen, ob Davinci (free) aktuell H.265 unterstützt, ich kann mich nur erinnern, dass ich vor einem halben Jahr meine Gopro Videos in dem Format bearbeiten konnte. Da ich jetzt nur noch die Studioversion nutze, weiß ich nicht, wie das aktuell aussieht.


    Zum Rendern: wenn dein Projekt fertig ist, gehst du ja in den Deliver-Tab. Da stellst du die Auflösung für das Rendern ein. Ob man vorher noch auf der Editpage die Auflösung der Timeline ändern muss, weiß ich jetzt nicht. Das müsste ich mal testen. Einfach vorher auf die gewünschte Auflösung einstellen und du bist auf der sicheren Seite.

    Oder gibt es eine Möglichkeit, H265 doch in Davinci Free-Version bearbeiten zu können?


    Hallo,


    ich nutze seit einiger Zeit die Bezahlversion von Davinci, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man in der kostenlosen Version H.265 zumindest einlesen und bearbeiten, aber nicht exportieren kann. Eigentlich brauchst du deshalb keinen externen Konverter.


    Die Vorteile des H.265 sind eine bessere Komprimierung, also weniger Speicherplatz und eine geringfügig bessere Bildqualität, die man aber, wie du ja auch schon erkannt hast, kaum mit dem bloßen Auge wahrnimmt. Der Vorteil kommt erst zum Tragen, wenn man aufwändiges Colorgrading oder Entrauschen vornimmt. Für den Heimanwender mit Gopro und Co dürfte das keinen großen Unterschied machen.


    Die Nachteile des H.265 sind die Performanceanforderungen an die Hardware (die bessere Komprimierung benötigt mehr Rechenpower) und evt. Inkompatibilitäten mit älteren Geräten oder entsprechenden Einschränkungen der Software.


    Wenn die Hardware es zulässt, würde ich alles in H.265 aufnehmen und in Davinci für den Schnitt in ein Zwischenformat wandeln, also sogenannte Proxydateien oder optimized media. Der Codec heißt dann z.B. HNxHR oder ProRes auf Macs. Das sollte flüssiger laufen, insbesondere wenn man die Timelineauflösung runter stellt. Beim finalen Export (in deinem Fall dann in H.264) werden die originalen Files benutzt und natürlich sollte man dann auch die Timeline wieder auf die höhere Auflösung stellen. Beim abschließenden Rendern ist es ja egal, ob das eine oder 10 Stunden dauert - man muss dabei ja nicht zuschauen.

    DaVinci ist für Anfänger viel zu schwierig


    Das dachte ich auch anfangs, stimmt aber nicht unbedingt. Klar gibt es einfachere Programme, die man in einer halben Stunde bedienen kann, aber sie leisten dann auch entsprechend wenig und kommen schnell an ihre Grenzen. Der Einstieg in Davinci dauert maximal 2 Stunden, um ein erstes einfaches Projekt zu schneiden. Zwei Stunden Zeit hat jeder - einfach mal Netflix auslassen oder die PS5 oder womit auch immer man seine Zeit verschwendet.


    Clips importieren, zurechtschneiden, ein paar Übergänge, Musik dazu, exportieren - fertig. Um das zu beherrschen, schaut man sich zwei, drei Anfängertutorials auf Youtube an. Dass man dann erst vielleicht 5% der Möglichkeiten dieser Software nutzt, muss einen ja erstmal nicht stören. Das kommt nach und nach. Ich würde von Davinci nur abraten, wenn man nur alle Jubeljahre mal was derartiges machen will. Man sollte das schon relativ regelmäßig nutzen wollen, sonst bringt es nichts.

    Hallo


    das sind ne Menge Fragen. Ich fange mal langsam an:


    Es gibt Zeitraffer, Hyperlapse und die "normale" Aufnahme.

    Beim Zeitraffer kannst du nicht hinterher Teile In Normalgeschwindigkeit raus schneiden.

    Bei Hyperlapse geht es im Nachhinein auch nicht, aber während der Aufnahme. Dazu muss man auf den Bildschirm tippen, dann hat man Normalgeschwindigkeit (wenn man es denn so eingestellt hat) und kann dann irgendwann wieder in den Hyperlapsemodus zurückschalten. Alles quasi live während der Aufnahme.


    Mit der Gopro am Helm dürfe das aber schwierig werden, da du dabei den Bildschirm ja nicht siehst. Dazu kommt die Tatsache, dass du den Kopf sicher oft hin und her bewegst. Das ist nun wirklich nicht gerade förderlich für eine Zeitrafferaufnahme.


    Bleibt eigentlich nur die konstante Aufnahme in Normalgeschwindigkeit. Da kann man hinterher in der Schnittsoftware natürlich nach Belieben alles Beschleunigen oder Verangsamen. Dabei entsteht allerdings das Problem, dass ein Akku nicht für 2 Stunden reicht. Je nach Einstellung (Auflösung, Framerate usw.) reichen vielleicht auch zwei Akkus nicht.


    Überhitzung sollte eigentlich je nach Einstellung bei der 11er draußen in Bewegung kein Thema mehr sein. Aber auch die anfallende Datenmenge darf man nicht unterschätzen. Das würde ich vorher anhand von Testaufnahmen mal grob überschlagen. Auch wenn es vielleicht spannend wäre, mit 60 oder gar 120 Fps aufzuzeichnen, um tolle Zeitlupen zu erstellen, verschärft so eine Einstellung alle genannten Probleme (Akku, Datenmenge, Überhitzung). Daher bieten sich für so ein umfangreiches Projekt eher 30 Fps an.


    Um all den genannten Unwägbarkeiten aus dem Weg zu gehen, könnte man auch über fallweise Aufnahmen nachdenken. Z.B. immer dann wenn es interessant wird oder werden könnte, die Aufnahme mit Sprachbefehl starten und wieder stoppen. Klar, dabei wird man auch mal was Schönes verpassen.


    Zur Schnittsoftware: wenn du es gleich richtig anpacken willst, schau dir Davinci Resolve an. Kann selbst in der kostenlosen Version so gut wie alles. Es dauert aber ein paar Stündchen, bis man so ansatzweise ahnt, wie das zu bedienen ist. Aber ein paar Youtube Einsteigertutorials anschauen und man ist drin - zumindest erstmal für einfache Bearbeitungen.

    Wenn du einen PC hast, warum gehst du die Umwege über Cloud und Quik App? Die Quik App wird für den PC schon länger nicht mehr supportet. Einfach die Speicherkarte in den PC stecken oder die Gopro direkt anschließen und den ganzen Cloud- und Quik Unsinn weglassen. Die Cloud kann man vielleicht im Urlaub benutzen, wenn man nicht mehr genug physikalischen Speicher dabei hat.


    Das Abo lohnt sich eigentlich nur, wenn du Poweruser mit hoher Risikobereitschaft bist. Mit einem Abo bekommt man kostengünstig Ersatz, wenn man das gute Stück geschrottet hat.


    Aber du hast ja durch das Abo den Preisvorteil beim Kauf gehabt, also Abo kündigen und du hast im Grunde nichts verloren.

    Du scheinst die Fähigkeiten eines Gimbals nicht wirklich zu kennen ... den es ist genau umgekehrt, die Bildstabilisierung kann einen Gimbal nicht ersetzen. Außerdem ist ein Gimbal gleichzeitig Powerbank sowie programmierbares Stativ für Zeitraffer.

    Mit einer Actioncam kann man auch andere Sachen machen als Action. Mit einem Sportwagen fährst du auch nicht ständig nur Rennen.

    Aber es ist deine und meine Meinung ... entscheiden muss das jeder für sich selbst.


    Alles richtig, so ein elektronischer Stabilisator hat natürlich seine Schwächen, aber für alles außerhalb von Action/Sport und so gibt es einfach bessere Kameras. Wenn man nur die Gopro hat - klar, dann kann man mit einem Gimbal die Möglichkeiten erweitern und die Ergebnisse verbessern. Für meine Gopro 5 habe ich auch ein Gimbal, ganz einfach weil die Stabilierung da noch nicht gut genug war. Ich habe also durchaus Erfahrungen damit.


    Aber einigen wir uns darauf, dass ein Gimbal auch bei der Gopro 11 sicher einen Mehrwert bringt. Ich persönlich finde ihn aus genannten Gründen trotzdem entbehrlich.

    Gimbal finde ich völlig überflüssig. Erstens ist es dann keine Actioncam mehr und zweitens ist die elektronische Bildstablisierung so gut, dass man ein Gimbal eigentlich nicht braucht. Es muss meiner Meinung nach auch nicht jede Actionaufnahme aussehen, als sei sie mit einem Stativ aufgenommen. Und für Studioaufnahmen oder sonstige ruhigere Szenen reicht der vorhandene Stabilisator allemal.


    Ich habe eine Silikonhülle (braucht man eigentlich nicht, aber ich mag keine Kratzer am Gehäuse) und je ein Schutzglas auf den beiden Bildschirmen - nicht am Objektiv, denn dass hat ja schon von Hause einen austauschbaren Schutz. Ein zusätzliches Wasserschutzgehäuse braucht es eigentlich bis 10m Tauchtiefe nicht - eigentlich, denn es gibt hier und da Berichte, dass doch Wasser eingedrungen ist. Da kommt es auf die persönliche Risikobereitschaft an. In der Regel sollte es aber mit Wasser keine Probleme geben.